TuS Glarum feiert seinen 50. Geburtstag mit einem prall gefüllten Familienfest – kurzerhand wurde aus Outdoor- eine Indoor-Party
Eigentlich war alles angerichtet: Zum zweiten Teil des großen Festwochenendes anlässlich des 50-jährigen Bestehens des TuS Glarum sollte es auf dem Schulhof und dem vereinseigenen Rasenplatz bunt, fröhlich und sportlich zugehen. Hüpfburgen, Spiele, Tombola, Cafeteria, Zauberei, Gedächtnistraining und ein abwechslungsreiches Programm waren vorbereitet. Nur einer hatte offenbar die Einladung nicht richtig gelesen: der Wettergott.
Der zeigte sich am Sonntag von seiner eher ungemütlichen Seite und ließ deutlich erkennen, dass er von einer Outdoor-Party nicht besonders viel hielt. Doch wer den TuS Glarum kennt, weiß: Ein bisschen schlechtes Wetter bringt einen Glarumer nicht aus der Ruhe. Und so wurde kurzerhand Plan B aus der Schublade geholt. Aus draußen wurde drinnen – und aus einem kleinen Problem eine richtig große Familienfeier.
Das Organisationsteam entschied sich kurzerhand, das komplette Fest in die Sporthalle zu verlegen. Was zunächst nach einer Notlösung klang, entwickelte sich schnell zu einer ausgesprochen gemütlichen und vor allem bestens besuchten Veranstaltung.
Tombola, Cafeteria, Hüpfburgen, Gedächtnistraining und zahlreiche Kinderspiele fanden in der kleinen Halle ihren Platz. Und wenn man ehrlich ist, hatte die Sache sogar einen Vorteil: Niemand musste sich zwischen Kuchen und Regenschirm entscheiden.
Die kleine Halle füllte sich zusehends und schon bald war klar: Hier wird es heute richtig kuschelig. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher zählte der Veranstalter im Laufe des Tages. Das Vereinsgelände und die Halle wurden damit endgültig zum Mittelpunkt des Geburtstagsfestes.
Besonders groß war der Ansturm auf die Tombola. Kaum waren die Lose im Angebot, setzte ein regelrechter Run ein. Schließlich gab es jede Menge attraktive Preise zu gewinnen – und wer konnte da schon widerstehen? So mancher Besucher dürfte sich vorgenommen haben, eigentlich nur „mal kurz“ vorbeizuschauen und wenig später mit einer ganzen Sammlung von Tombolapreisen wieder herausgekommen sein.
Auch die Cafeteria erfreute sich größter Beliebtheit. Die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun, um Kaffee, Kuchen und andere Leckereien an die hungrigen und durstigen Gäste zu bringen. Der Kuchenabsatz dürfte dabei durchaus geeignet gewesen sein, den einen oder anderen Wetterfrust nachhaltig zu vertreiben.
Für die Kinder war das Wetter ohnehin schnell vergessen. Die Hüpfburgen sorgten für Bewegung, bei den Kinderspielen wurde gelacht und getobt und beim Gedächtnistraining konnten auch die Erwachsenen unter Beweis stellen, dass man zum 50. Vereinsgeburtstag nicht nur Muskeln, sondern auch die grauen Zellen gebrauchen kann.
Ganz ohne Freiluftprogramm musste das Familienfest dann aber doch nicht auskommen. Der Spielmannszug der Feuerwehr Zetel/Bockhorn ließ es sich nicht nehmen, den TuS Glarum musikalisch zu gratulieren und sorgte auch draußen für die passenden Töne. Ebenfalls unter freiem Himmel konnte der angekündigte Zauberer „Jaron“ sein Publikum mit seinen Tricks verblüffen. Vielleicht war es ja auch ein wenig Magie, die dafür sorgte, dass trotz des wenig einladenden Wetters die Stimmung bestens blieb.
Am Ende zeigte sich einmal mehr, was den TuS Glarum ausmacht: Nicht das Wetter bestimmt die Stimmung, sondern die Menschen, die gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Das Organisationsteam bewies Flexibilität und Improvisationstalent, die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass trotz der kurzfristigen Verlegung alles reibungslos funktionierte. Und die zahlreichen Besucher machten aus der zunächst unfreiwilligen Indoor-Variante eine ausgesprochen fröhliche Geburtstagsfeier.
So wurde aus „Familienfest auf dem Schulhof und Rasenplatz“ kurzerhand „Familienfest in der Halle“ – und wahrscheinlich wird sich mancher noch lange daran erinnern, wie der TuS Glarum seinem 50. Geburtstag trotz Regen, Wind und wenig sommerlichen Temperaturen ein echtes Geburtstagsgeschenk machte: ein voller Saal, glückliche Kinder, zufriedene Gäste und jede Menge Vereinsleben.
Der Wettergott hatte zwar seinen eigenen Plan.
Der TuS Glarum aber auch. Und am Ende war ziemlich eindeutig, wer gewonnen hatte: der TuS Glarum.




