Eine Sportlernacht zum 50. Geburtstag des TuS Glarum begeistert rund 150 Gäste – zwei Stunden voller Sport, Show, Emotionen und ganz viel Vereinsleben
Glarum hatte am vergangenen Abend eindeutig Gold im Herzen – und die Turnhalle glänzte gleich mit. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des TuS Glarum wurde die heimische Sporthalle kurzerhand vom Ort sportlicher Höchstleistungen zum festlichen Veranstaltungssaal: „Sportlernacht Glarum Gold“ hieß das große Highlight der Jubiläumsveranstaltungen – und der Name war Programm.
Wo sonst Bälle fliegen, Turnerinnen über Balken schweben und Kinder ihre ersten sportlichen Schritte machen, glitzerten an diesem Abend Gold, festliche Dekoration und erwartungsvolle Gesichter. Die Halle war mit viel Liebe zum Detail geschmückt und kaum wiederzuerkennen. Rund 150 Mitglieder, Gäste und Ehrengäste waren gekommen, um gemeinsam den 50. Geburtstag ihres TuS Glarum zu feiern.
Der Vereinsvorsitzende Reinhard Milter begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter auch viele aus Politik, Verwaltung und Sport, herzlich und machte gleich zu Beginn deutlich, worum es an diesem Abend eigentlich ging: um die Menschen, die den TuS Glarum zu dem machen, was er heute ist. 50 Jahre Vereinsgeschichte bedeuten schließlich nicht nur Jahreszahlen und Pokale, sondern vor allem 50 Jahre Gemeinschaft, Ehrenamt, Freundschaft, Bewegung und unzählige Stunden, die Menschen für Menschen geleistet haben.
Und dann hieß es: Bühne frei für Glarum!
Was anschließend folgte, war ein kleines Feuerwerk der Turnkunst – ganz ohne Leistungsdruck, aber mit umso mehr Begeisterung. Insgesamt acht Gruppen zeigten in einem rund zweistündigen Programm, wie vielfältig der TuS Glarum aufgestellt ist. Das Moderatorenteam Stefan Huber und Gerd Zunken führte kompetent durch die Show.
Den Anfang machten die jüngsten Akteure: die Mini-Tanzmäuse. Mit viel Charme, Begeisterung und vermutlich dem größten Lampenfieber des Abends eroberten sie die Herzen des Publikums im Sturm. Bei so viel Niedlichkeitsfaktor hatten selbst die Erwachsenen kaum noch eine Chance.
Auch die Hupfdohlen sorgten mit ihrer „Rollatorenshow“ für beste Stimmung und bewiesen eindrucksvoll, dass Bewegung, Spaß und gute Laune beim TuS Glarum ganz offensichtlich zusammengehören. Es wurde gehüpft, getanzt, gelacht und natürlich kräftig applaudiert.
Die Turnerinnen zeigten anschließend, was im Training so alles möglich ist. Präzision, Körperspannung und Akrobatik wechselten sich mit spektakulären Elementen ab. Da konnte mancher Zuschauer schon einmal kurz überlegen, ob die eigene Couchsport-Leistung am Abend wirklich als ausreichendes Training durchgeht.
Für rhythmische Abwechslung sorgten die Line Dancer, Funny Boots. Mit synchronen Schritten und sichtbarer Freude an der Bewegung brachten sie die Halle zum Grooven. Wer bis dahin noch still auf seinem Stuhl gesessen hatte, bekam spätestens jetzt Lust, selbst einmal das Tanzbein zu schwingen.
Ein ganz besonderer Höhepunkt war natürlich der Auftritt der inklusiven Kampfsportgruppe „Grenzenlos und Stark“. Unter der Leitung von Jeanette Netzelmann zeigte die Gruppe eindrucksvoll, wie Inklusion im Sport gelebt werden kann. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Voraussetzungen – aber ein gemeinsames Ziel: miteinander Sport treiben, voneinander lernen und gemeinsam stark sein.
Der Auftritt war damit nicht nur sportlich beeindruckend, sondern auch ein sichtbares Zeichen für das, wofür der TuS Glarum seit vielen Jahren steht: Sport verbindet – und im Verein ist jeder willkommen.
Doch auch die übrigen Gruppen des Vereins, darunter die Tanzmäuse und das DGA Team bewiesen eindrucksvoll, dass beim TuS Glarum von Langeweile keine Rede sein kann. Ob Tanz, Turnen, Fitness oder Kampfsport – an diesem Abend wurde die ganze Bandbreite des Vereinslebens präsentiert.
Dabei wurde schnell deutlich: Hier ging es nicht darum, olympische Höchstleistungen zu präsentieren. Viel wichtiger war, Freude an der Bewegung und die Gemeinschaft des Vereins zu zeigen. Und genau das kam beim Publikum an.
Der Vorsitzende ließ es sich nicht nehmen, 10 engagierte Übungsleiterinnen und Übungsleiter mit dem Jubiläumsehrentaler des Vereins für das außerordentliche Engagement auszuzeichnen.
Nach den Auftritten war der Abend allerdings noch lange nicht vorbei. Schließlich gehört zu einer ordentlichen Glarumer Sportlernacht neben dem Sport auch eine ordentliche Stärkung. Für das leibliche Wohl war deshalb bestens gesorgt. Bei Essen und Getränken wurde ausgiebig geplaudert, gelacht und auf fünf Jahrzehnte TuS Glarum angestoßen.
Und irgendwann war dann auch klar: Eine Sportlernacht ohne Tanz wäre ungefähr so, als würde man einen Turnverein ohne Turnen betreiben.
Also übernahm der DJ das Kommando und sorgte dafür, dass die Tanzfläche schnell gefüllt wurde. Von „Ich bleibe heute nicht lange“ war schon nach kurzer Zeit bei vielen Gästen nichts mehr zu hören. Stattdessen wurde getanzt, gelacht und gefeiert – bis weit in den späten Abend hinein.
So wurde aus der Sporthalle endgültig ein großer Festsaal und aus einer Jubiläumsveranstaltung ein gemeinsames Vereinsfest, an das sich viele noch lange erinnern werden.
Die „Sportlernacht Glarum Gold“ war damit genau das, was sie sein sollte: ein glanzvoller Höhepunkt zum 50. Geburtstag des TuS Glarum.
Und vielleicht war die wichtigste Erkenntnis des Abends: Gold muss nicht immer eine Medaille sein. Manchmal ist Gold einfach das Gefühl, wenn rund 150 Menschen gemeinsam feiern, Kinderaugen leuchten, Sportlerinnen und Sportler ihr Können zeigen, Ehrenamtliche stolz auf ihren Verein blicken und am Ende alle zusammen auf der Tanzfläche stehen.
50 Jahre TuS Glarum – fünf Jahrzehnte voller Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft.
Wenn dieser Abend ein Vorgeschmack auf die nächsten 50 Jahre war, dann darf man sicher sein: Beim TuS Glarum wird es auch in Zukunft garantiert nicht langweilig.
Ein großer Dank gilt allen Aktiven, Übungsleiterinnen und Übungsleitern, Helferinnen und Helfern sowie dem Organisationsteam, die mit viel Engagement und Herzblut dafür gesorgt haben, dass aus einer Sporthalle ein wahrer Festsaal wurde.
Glarum Gold – ein Abend, der glänzte.
Und zwar nicht nur wegen der Dekoration.




